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STUBE-Seminar von 15. bis 17. Juni 2007
Thema: Was kommt nach dem Studium? Erfahrung, Perspektiven, Hilfen für die Jobsuche nach Studienabschluss
Teilnehmer: Zead Alhamamda (Israel), Edwige J. Simegni (Kamerun), Rong Wang (China), Maximine Merly Massudom (Kamerun), Darlie Tchefoue (Kamerun), Sandrin Messah(Kamerun), Seminarbegleiter: Pfr. Dr. Ulrich Luig Gastreferenten: Julia Boger (WUS), Mauricio Salazar (STUBE Baden-Württemberg Freitag, 15. Juni Spätesten um 18:00 sollten alle in Zornheim angekommen sein. Zornheim ist eine im Landkreis Mainz-Bingen liegende Weinbaugemeinde. Aber die letzte Ankünfte waren 19:00 - für unsere Verhältnisse immerhin sehr pünktlich. Ein paar Leute hatten fristlos abgesagt, was eigentlich sehr Schade war, aber kein Beinbruch, denn an dem Tag hat der liebe Gott dem Seminar seinen Segen durch einen kleinen Regenschauer ausgesprochen. Sobald es klar war, dass keiner noch ankommt, begrüßte uns der Pfr. Luig ganz herzlich. Es folgte eine kleine Vorstellungsrunde , die Zimmerverteilung und dann ging es los mit dem Abendmahl. Nudeln mit Hackfleischsauce - hmm lecker! Nach so einem Essen würde sich jeder gern ausruhen und gleich schlafen gehen , aber die Arbeit wartet nie. Hier mussten wir ins Thema einsteigen. Jeder hat sich ausführlicher vorgestellt und hatte auch einiges von seinem Herkunftsland erzählt. Je interessante eine Erzählung war, desto mehr Fragen hatte der Erzähler zu beantworten und desto länger und spannender war die Diskussion. Es war fast Mitternacht und wir wurden langsam von der Müdigkeit eingeholt. Wir beschlossen mit der Kennenlernen am nächsten Abend fortzufahren, weil einige von uns nicht daran gekommen waren, was auch nicht mehr nötig war. Bis dahin wussten wir schon soviel von- und übereinander, denn eine bessere Kommunikation konnte nicht mehr geben. Samstag, 16.Juni Nach dem Morgengebet und einem sagenhaften Frühstück ,,musste gearbeitet werden", so der Seminarbegleiter Pfr. Ulrich Luig. Über unsere Zukunftsaussichten mussten wir uns als erste Gedanken machen. Sehen sie optimistisch, pessimistisch oder unklar aus? Danach haben wir einen Rückblick auf unsere bisherigen Erfahrungen in Deutschland geworfen. Wir haben die Erfahrungen stichpunktartig auf farblich unterschiedlichen Karteien geschrieben und sie den Anderen kurz erklärt. Die gleiche Übung haben wir noch in Gruppen gemacht. Allgemein waren die gute Erfahrungen: Studium, Selbstständigkeit, neue Kontakte und Multi-Kult-Freundschaften; die schlechten: Diskriminierung, Ausländerfeindlichkeit, Studiengebühren und die neutralen: die deutsche Mentalität usw. Darüber hinaus haben wir die Stichpunkten unter den Kategorien Studium, Kultur, Sozial und Sonstiges weitergeordnet. Die Übungen waren sehr interessant aber interessanter und spannender war der Begriff „Heimat“ eine Benennung, die allerdings in vielen Sprachen nicht existiert. Wir haben uns mit den Fragen auseinandergesetzt: Was ist Heimat? Kann man mehrere Heimaten haben? Für die eine Gruppe war es klar, dass man nur eine Heimat haben kann. Diese ist, wo man sich zu Hause füllt, wo man sich nicht diskriminiert füllt und wo man nicht als Ausländer bezeichnet wird. Für die andere Gruppe kann man doch zwei Heimaten haben: sowohl wo man Familien hat, sich wohl füllt, als auch wo man sich eingelebt hat. Die Diskussionen waren ,lang und aufwendig. Die schon fast leeren Magen hätten bestimmt länger nicht mehr mitgehalten. Zeit für einen kleinen kulinarischen Ausflug nach Kamerun mit "Beignet-Haricot" von Einheimischen ganz liebesvoll als BH genannt. Aber BH ist nicht nur von Kameruner beliebt. Wer sie einmal probiert, kriegt nie genug davon. |
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Beim Frühstück Nachdem Abendessen ging es weiter mit einem Filmabend. Die Julia hatte für uns einen Film "The homecoming". Es ging um einen Psychologen aus Ghana, der nach recht vielen Jahren in den USA nach Hause zurückkehrt. Er hatte keine Ahnung , was ihn dort erwartet. Nach genug bösen Überraschungen, gab es letzt endlich ein Happyend für ihn. Der Film hat uns ganz schon viel Angst eingejagt, jedoch auch viele Hoffnung. Es war wieder einer langer Tag für uns und vermutlich auch für Julia, die bis 23:00 noch bei uns war. Danke Julia! Sonntag, 17.Juni Die Nacht war wieder kurz. Aufstehen, schnell duschen, frühstücken - danke Jungs für das Frühstück! - , denn Punkt 9:30 haben wir Besuch von dem aus Mexiko stammenden Herrn Mauricio Salazar von STUBE Baden-Württemberg. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde sind wir ins Thema eingestiegen "HILFEN FÜR AUSLÄNDISCHE HOCHSCHULABSOLVENTEN: INFORMATIONEN, KONTAKTE UND HILFEN". Broschüren und Handouts hatte er auch dabei. Es gab weiterhin viele Fragen, nur die Zeit bleibt nach wie vor unserer größte Feind. Danke Herr Salazar, dass Sie kommen konnten. Wir kamen zum Gipfel des Seminars, der Auswertung und gleich dem Abschluss. Es gab keine Einwendungen bezüglich der Seminarausstattung. Wir gingen mit neuen Kontakten nach Hause zurück. Jedoch gingen einige von uns nach Hause mit noch offenen Fragen zurück. Das Seminar sei nur einseitig ausgelegt bzw. habe nur auf die Frage "Rückkehrer" geantwortet. Erwünschenswert wäre die Antwort auf "was für Möglichkeiten gibt es auch für "nicht Rückkehrer"?" Nach der Auswertung kam das kulinarische Highlight. Die kurze Reise war wieder nach Kamerun. Ein besseres Abschlussmahl konnte man sich nicht vorstellen - Hähnchen in köstlicher Erdnusssauce mit Reis. Keine Werbung aber keiner kann dieses unverschämt leckeres Gericht wiederstehen! Unsere Männer hatten netterweise schön aufgeräumt, während wir gekocht haben. Gäbe so eine wunderbare Zusammenarbeit immer, wäre diese Welt ein besserer Ort. Es wurde gegessen und die letzte Formalitäten wurden erfüllt. Selbst die schönste Dingen im Leben haben ein Ende. So kamen unser Seminar und gemeinsames Wochenende zu Ende. Das Seminar war ein echter Erfolg und diesen haben wir dem ganzen Team zu verdanken. Danke für die tolle Stimmung und Zusammenarbeit. Pfr. Luig, das Seminar konnten Sie nicht besser organisieren. Wir waren sehr gut versorgt. Danke! Vielen Dank an den Referenten Frau Julia Boger und Herrn Mauricio Salazar. Gloria (die Tochter von Maximine - Anmerkung U. Luig), du warst die Beste! Und allerbesten Dank an STUBE - Rheinland-Pfalz für alles. |
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