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Sachbericht zur STUBE-VeranstaltungVor- und Nachbereitungsseminar für Berufsbegleitende Praktika und Studienaufenthalte (BPSA) am 19.06.2004
Ort: ESG Saarbrücken Thema: Vor- und Nachbereitungsseminar für Berufsbegleitende Praktika und Studienaufenthalte (BPSA) Zielgruppe: TeilnehmerInnen des BPSA-Programmes von STUBE Rheinland-Pfalz./Saarland
Lernziel: Reflexion und Erfahrungsaustausch über die politische, wirtschaftliche und soziale Lage in den jeweiligen Heimatländern der 3. Welt und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Informationsgewinnung, Machbarkeiten, Verhaltensstrategien usw. bei dem Erreichen des individuellen Ziels der BPSA-Reise (z.B. Datenerhebung für Diplomarbeit, Praktikum) TeilnehmerInnenzahl: 9 Das Seminar hat wie im Programm vorgesehen stattgefunden.
Methodisch inhaltliche Darstellung und kritische Beurteilung des Seminars durch die Seminarleitung: Das Seminarkonzept der früheren Seminare wurde auch in diesem Jahr übernommen. Die gemeinsame Teilnahme von Studierenden, die ihre BPSA-Reise entweder vor- oder nachbereiten ist sehr sinnvoll. Die individuellen Berichte mit der Möglichkeit zu Nachfragen schafft schnell eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre, die gegenseitige Beratung ermöglicht.
Bemerkenswertes aus der Diskussion: Im Verlauf des Seminars wurden viele typische Probleme in 3. Welt Ländern besprochen, die mit den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen zusammenhängen. Es gab einen regen Austausch über Strategien, wie man z.B. mit Korruption, Machtgebaren und Informationszurückhaltung umgehen kann. Die RückkehrerInnen, die ein Praktikum absolviert hatten, berichteten von sehr unterschiedlichen Erfahrungen: vom Einsatz für reine Hilfsdienste bis zu vollkommen eigenverantwortlichen Aufgaben. Die Arbeitswelt wird vor allem in den afrikanischen Ländern als extrem geteilt wahrgenommen: der öffentliche Dienst als hierarchisch, unflexibel, mit unprofessionellen Strukturen gegenüber den leistungsorientierten internationalen Firmen. Viele haben den Eindruck, dass gut qualifiziertes Personal in Privatfirmen Arbeit sucht oder ins Ausland geht (bzw. nach der Ausbildung dort bleibt). Studierende aus den Bereichen Informatik/Mathematik waren beeindruckt von dem hohen Niveau in manchen Privatfirmen und berichteten gleichzeitig über Mangel an Lehrkräften und Professoren aufgrund der miserablen Rahmenbedingungen an den Hochschulen. Weitere Diskussionen drehten sich um die Themen Korruption und "Vitamin B", wobei sich die Erfahrungen in den Herkunftsländern (Kamerun, Peru, Indien) stark unterschieden. |
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