Zielgruppe: TeilnehmerInnen des BPSA-Programmes von STUBE
Rheinland-Pfalz./Saarland
Lernziel: Reflexion und Erfahrungsaustausch über
die politische, wirtschaftliche und soziale Lage in den jeweiligen
Heimatländern der 3. Welt und die daraus resultierenden
Konsequenzen für die Informationsgewinnung, Machbarkeiten,
Verhaltensstrategien usw. bei dem Erreichen des individuellen
Ziels der BPSA-Reise (z.B. Datenerhebung für Diplomarbeit,
Praktikum)
TeilnehmerInnenzahl: 11 |
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Methodisch inhaltliche Darstellung und kritische Beurteilung
des Seminars durch die Seminarleitung:
Das Seminarkonzept der früheren Seminare wurde auch in diesem
Jahr übernommen. Die gemeinsame Teilnahme von Studierenden,
die ihre BPSA-Reise entweder vor- oder nachbereiten ist sehr
befruchtend. Die individuellen Berichte mit der Möglichkeit
zu Nachfragen schafft schnell eine offene und vertrauensvolle
Atmosphäre, die die Formulierung von negativen Erwartungen
und Ängsten zulässt und gegenseitige Beratung ermöglicht.
Eine längere Diskussion drehte sich um das Thema "Vitamin
B" und Chancen(un)gleichheit. Als Dilemma wurde geschildert,
dass die Bereitstellung eines Praktikumsplatzes oder Arbeitsplatzes
immer nur über Beziehungen von Verwandten zu erreichen ist.
Übereinstimmend wurde diese Praxis in ihrem Ausmaß
negativ beurteilt. Jedoch gab es unterschiedliche Meinungen ,
ob man sich - um überhaupt etwas erreichen zu können
- darauf einlassen muss, und somit Teil des Systems wird oder,
um das System ändern zu können, stärker verweigern
sollte.
Bemerkenswertes aus der Diskussion:
Im Verlauf des Seminars wurden viele typische Probleme in 3.
Welt Ländern besprochen, die mit den wirtschaftlichen und
politischen Rahmenbedingungen zusammenhängen. Es gab einen
regen Austausch über Strategien, wie man z.B. mit Korruption,
Machtgebaren und Informationszurückhaltung umgehen kann.
Die RückkehrerInnen berichteten sehr ausführlich über
die wahrgenommenen Veränderungen in ihren Heimatländern,
und bei sich selbst. Vieles, was sie früher als Normal akzeptiert
hätten, nahmen einige nun als fehlende Professionalität
oder z.B. fehlende Diskretion wahr und fanden es schwierig damit
um zu gehen. |
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