STUBE Rheinland - Pfalz / Saarland
Seminar-Berichte

 Vor- und Nachbereitungsseminar für Berufsbegleitende Praktika und Studienaufenthalte (BPSA)
am 14. 6. 03 in der ESG Saarbrücken

Zielgruppe: TeilnehmerInnen des BPSA-Programmes von STUBE Rheinland-Pfalz./Saarland
Lernziel: Reflexion und Erfahrungsaustausch über die politische, wirtschaftliche und soziale Lage in den jeweiligen Heimatländern der 3. Welt und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Informationsgewinnung, Machbarkeiten, Verhaltensstrategien usw. bei dem Erreichen des individuellen Ziels der BPSA-Reise (z.B. Datenerhebung für Diplomarbeit, Praktikum)
TeilnehmerInnenzahl: 11
 
Methodisch inhaltliche Darstellung und kritische Beurteilung des Seminars durch die Seminarleitung:
Das Seminarkonzept der früheren Seminare wurde auch in diesem Jahr übernommen. Die gemeinsame Teilnahme von Studierenden, die ihre BPSA-Reise entweder vor- oder nachbereiten ist sehr befruchtend. Die individuellen Berichte mit der Möglichkeit zu Nachfragen schafft schnell eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre, die die Formulierung von negativen Erwartungen und Ängsten zulässt und gegenseitige Beratung ermöglicht.

Eine längere Diskussion drehte sich um das Thema "Vitamin B" und Chancen(un)gleichheit. Als Dilemma wurde geschildert, dass die Bereitstellung eines Praktikumsplatzes oder Arbeitsplatzes immer nur über Beziehungen von Verwandten zu erreichen ist. Übereinstimmend wurde diese Praxis in ihrem Ausmaß negativ beurteilt. Jedoch gab es unterschiedliche Meinungen , ob man sich - um überhaupt etwas erreichen zu können - darauf einlassen muss, und somit Teil des Systems wird oder, um das System ändern zu können, stärker verweigern sollte.
Bemerkenswertes aus der Diskussion:
Im Verlauf des Seminars wurden viele typische Probleme in 3. Welt Ländern besprochen, die mit den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen zusammenhängen. Es gab einen regen Austausch über Strategien, wie man z.B. mit Korruption, Machtgebaren und Informationszurückhaltung umgehen kann.
Die RückkehrerInnen berichteten sehr ausführlich über die wahrgenommenen Veränderungen in ihren Heimatländern, und bei sich selbst. Vieles, was sie früher als Normal akzeptiert hätten, nahmen einige nun als fehlende Professionalität oder z.B. fehlende Diskretion wahr und fanden es schwierig damit um zu gehen.
 

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