| STUBE Rheinland - Pfalz / Saarland |
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Vor- und Nachbereitungsseminar für Berufsbegleitende Praktika und Studienaufenthalte (BPSA) Ort: ESG Saarbrücken |
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Methodisch inhaltliche Darstellung und kritische Beurteilung
des Seminars durch die Seminarleitung: Das Seminarkonzept der früheren Seminare wurde auch in diesem Jahr übernommen. Die gemeinsame Teilnahme von Studierenden, die ihre BPSA-Reise entweder vor- oder nachbereiten ist sehr befruchtend. Die individuellen Berichte mit der Möglichkeit zu Nachfragen schafft schnell eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre, die die Formulierung von negativen Erwartungen und Ängsten zulässt und gegenseitige Beratung ermöglicht. Bemerkenswertes aus der Diskussion: Im Verlauf des Seminars wurden viele typische Probleme in 3. Welt Ländern besprochen, die mit den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen zusammenhängen. Es gab einen regen Austausch über Strategien, wie man z.B. mit Korruption, Machtgebaren und Informationszurückhaltung umgehen kann. Die RückkehrerInnen berichteten sehr ausführlich über die wahrgenommenen Veränderungen in ihren Heimatländern, und bei sich selbst. Vieles, was sie früher als Normal akzeptiert hätten, nahmen einige nun als fehlende Professionalität oder Ineffizienz wahr und fanden es schwierig damit um zu gehen. Durchgehend fanden sie Bürokratie und den gravierenden Tempounterschied gewöhnungsbedürftig und besonders im Arbeitsbereich leistungshemmend. Vor allem die afrikanischen Studierenden beschrieben folgende Diskrepanz: Einerseits waren sie schockiert über die allgemeine Stimmung in der Bevölkerung, die offensichtlich jegliches Vertrauen in ihr eigenes Land verloren hat und sich deshalb größtenteils eine persönliche Zukunft in Europa wünscht. Andererseits fühlten sich die Studierenden enorm unter Druck gesetzt, ihre europäische Mentalität wieder aufzugeben. Typische Sätze, die sie zu hören bekamen: "Warum rennst du so - wo willst du eigentlich hin?" "Willst du zeigen, dass du aus Europa kommst?" "Willst du etwa noch was erfinden? Es gibt doch schon alles, wir müssen es nur noch einsetzen." "Hier wird das schon seit Generationen so gemacht." Daraus ergab sich eine rege und kontroverse Diskussion, wie weit man dem Anpassungsdruck nachgeben muss und inwieweit gesellschaftlich überhaupt Chancen auf Änderungen bestehen. |
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